Einleitung

Mit der in Entstehung begriffenen urbanistischen Überbauung im Stadtteil “Zuidas”, setzt Amsterdam wohl europaweit neue markante Massstäbe in der Städtebauentwicklung. Mit der Realisierung eines Bahnhofs, der für internationale Verbindungen mit Hochgeschwindigkeitszügen (TGV) konzipiert ist, wird ein neues Stadtzentrum geschaffen. Spektakulär dabei ist, dass auf einer Länge von 1.2 km die Linienführungen von Bahn, Autobahn und Metro, unterirdisch geführt sind. Diese “Dockkonstruktion” erschliesst an ihrer Oberfläche neuen (Bau-) Raum.

Auf einer Fläche von 250′000 m2 entstehen 9000 Wohnungen, 50′000 Arbeitsplätze werden neu geschaffen. Büros, Restaurants, Hotels, Theater und Museen runden das Bild der Retortenstadt ab.

Zuidas ist aber auch der ambitiöse Versuch die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Kultur unter einem Dach zu vereinen.
Planer und Architekten lassen sich dabei von künstlerischen Strategien leiten. Kunst wird nicht nur zur dekorativen Begleiterscheinung, sondern fliesst bereits in der Planungsphase mit ein.

Austausch

Die Thematik der Städteentwicklung ist in der Schweiz hoch aktuell (Beispiel Zürich West) und stösst in den verschiedensten Kreisen auf Interesse. Es liegt nahe diesem Interesse das Beispiel der Amsterdamer Quartierüberbauung “Zuidas” anzubieten. Ein Erfahrungsaustausch zwischen interessierten SchweizernInnen und Zuidas Bewohnern könnte wertvolle Einsichten vermitteln. Das Projekt “Das Tischgespräch” will diesen Austausch und Kontakt auf einer persönlichen Ebene erschliessen.

Das Projekt

Je hundert an der Thematik interessierte Personen beider Länder treffen sich zu einem Erfahrungsaustausch an einem Tisch. Die Verantwortlichen des Zuidas-Projektes haben sich anerboten die Rolle des Gastgebers zu übernehmen und bieten folgende Leistungen an:

Sie stellen als Örtlichkeit die Eingangshalle des World Trade Center im Zuidas Quartier und die notwendige Infrastruktur für die Durchführung des Tischgespräches zur Verfügung.

Sie mobilisieren hundert Personen aus dem Zuidas Umfeld (Bewohner, Geschäftsbetreiber, Architekten, Planer etc.), die den achtzig Gästen aus der Schweiz in der Rolle der Gastgeber am Tisch gegenüber sitzen werden.

    Organisation

    Alle am “Das Tischgespräch” teilnehmenden Gäste aus der Schweiz treffen am Tisch auf einen persönlichen niederländischen Gastgeber. Die Paarbildungen werden nach dem Zufallsprinzip von Max Bottini vorgenommen (Zulosung).
    Jeder niederländische Gastgeber geht die Verpflichtung ein, einen kleinen Imbiss für zwei Personen an den Tisch zu bringen (schliesst Teller, Bestecke, Gläser, Getränke etc. mit ein). Umgekehrt revanchiert sich der Gast aus der Schweiz mit einem kleinen Gastgeschenk.

    Mit Namen versehene Tischservietten weisen den TeilnehmerInnen die Sitzplätze am Tisch zu. Die Servietten dienen den TeilnehmerInnen auch als “notebook”. Zur Aufzeichnung der Notizen liegt ein Stift bereit. Am Ende des Gespräches werden die Servietten zwischen Gastgebern und Gästen ausgetauscht. Verpackt in einem Kunststoffbeutel werden diese den TeilnehmerInnen mit nach Hause gegeben.

    Zeitlicher Ablauf des Tischgespräches im World Trade Center Amsterdam-Zuidas

    1630 Uhr – 1730 Uhr, Apéro

    Begrüssung durch Bundespräsident Joseph Deiss

    1730 – 1900 Uhr, “Das Tischgespräch”

    Gastgeber und Gäste lernen sich kennen und sprechen über Städteentwicklung und andere gemeinsame Interessen.